Deine Zähne

Wozu brauchst Du Zähne?

Zum Essen, natürlich! Ohne Zähne hätten wir Probleme, uns zu ernähren. Deine Zähne zerkauen was Du isst zu einem Brei. Dies erleichtert dem Magen die Arbeit. Wenn wir unsere Nahrung nicht richtig zerkauen, dann kann es sein, dass wir Bauchschmerzen bekommen oder sogar richtig krank werden.

Unsere Zähne brauchen wir auch zum Sprechen. Die Buchstaben D, N und T wären ohne Zähne ganz schwer auszusprechen. Man nennt sie deshalb auch Zahnlaute.

Wir brauchen unsere Zähne aber auch zu einem guten Aussehen. Sie sind ein Teil unserer Persönlichkeit. Jeder sieht sie, wenn wir lächeln. Nichts ist schlimmer, als nicht offen lächeln zu können, weil man sich für seine Zähne schämt. Schöne Zähne ergeben ein strahelndes Lächeln!

Die Geschichte der Zähne

Als Du noch im Bauch warst

Deine Zähne begannen sich in der siebten Schwangerschaftswoche zu bilden. Da warst Du gerade mal 1,5 cm groß. Etwa im vierten Schwangerschaftsmonat glichen Deine Zahnkeime einer kleinen Glocke. Sie enthielten mehrere Zellen mit den Informationen über Farbe und Form. Aufgebaut wurden die Zahnkeime durch verschiedene Mineralien aus dem Blut, wie Kalzium und Fluorid.

Die Milchzähne

Der erste Zahn kommt im Alter von etwa sechs Monaten zum Vorschein. Er kann aber auch schon mit vier Monaten kommen und manchmal dauert es ein Jahr oder noch länger. Bevor Dein Zahn durchbrach, wuchs er im Zahnfleisch. Es schwoll an, wurde rot und empfindlich. Du hast gesabbert und warst quengelig. Damit es weniger schmerzt, gaben Dir deine Eltern weiche Spielsachen, Tücher, Beißringe und Gummis.

Der erste Zahn der durchbricht, ist in der Regel der untere mittlere Schneidezahn, gefolgt von den seitlichen unteren und oberen Schneidezähnen. Zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat brachen dann die ersten Backenzähne durch. Danach waren die Eckzähne an der Reihe. Zum Schluß kamen dann die zweiten Backenzähne, mit ca. 2–2,5 Jahren. Das bedeutet, im Alter von ca. 2,5 Jahren hattest Du insgesamt 20 Zähne, zehn oben und zehn unten.

Die bleibenden Zähne 

Drei Monate nach der Geburt begannen die Zahnkeime der bleibenden Zähne im Kiefer zu wachsen. Nach und nach brauchten sie immer mehr Platz und lösten die Wurzeln der Milchzähne auf. Mit ca. sechs Jahren fielen dann die ersten Milchzähne aus. Der gesamte Zahnwechsel spielt sich zwischen dem sechsten und dem zwölften Lebensjahr ab. Im Erwachsenenalter, also zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr kommen dann die Weisheitszähne.

Wenn die Zähne einmal da sind, werden sie nicht mehr größer. Der Kiefer selbst wächst jedoch mit dem Gesicht mit. Beißen und Kauen nutzt die Zähne ab. Wenn die Schneidezähne durch das Zahnfleisch brechen, haben sie scharfe Kanten. Nach und nach stumpfen sie dann ab. Bei manchen Menschen geht das schneller, bei den anderen langsamer, je nach dem, welche Nahrung wir zu uns nehmen.

Woraus besteht der Zahn?

Ein Zahn ist außen hart und wird nach innen immer weicher. Der Zahnschmelz ist der härteste Stoff in unserem Körper. Er bedeckt die Zahnkrone und wird zum Zahnfleisch hin immer dünner. Unter dem Zahnschmelz befindet sich der Zahnbein. Er ist von feinen Kanälen durchsetzt und mit dem Zahnmark verbunden. Das Zahnmark ist ganz weich und sehr empfindlich. Es ist durchsetzt von Nervengefäßen, Blutgefäßen und Lymphgefäßen.

In Deinem Mund scheinen die Zähne gut geschützt zu sein. Dennoch sind sie vielen Angriffen ausgesetzt. Der Zahnbelag ist zum Beispiel ein feiner, weicher, weißer Belag, der sich auf der Oberfläche der Zähne befindet. In diesem Belag befinden sich viele Bakterien, die sich von den Resten der Nahrungsmittel ernähren. Wenn der Zahnbelag länger auf den Zähnen bleibt, bildet sich der Zahnstein. Der Zahnstein reizt das Zahnfleisch, es schwillt an, wird rot und fängt an zu bluten. Das ist ein Zeichen der Zahnfleischentzündung.

Durch die Bakterien im Zahnbelag, von Karies und entzündetem Zahnfleisch entsteht ein unangenehmer Geruch im Mund, der Mundgeruch. Den weichen Zahnbelag bekommst Du mit Deiner Zahnbürste sehr gut weg. Den Zahnstein entfernt Dir Dein Zahnarzt oder Zahnärztin, schnell und einfach.

Was versteht man unter Karies?

Karies entsteht durch Säureangriffe auf der Oberfläche des Zahnes. Am Anfang ist nur der Zahnschmelz befallen, später dringt die Säure bis zum Zahnbein vor und verursacht dort Schmerzen. Wenn der Zahn jetzt nicht behandelt wird, dringen die Bakterien bis zum Zahnmark vor und danach sogar bis zum Knochen runter. Der Schmerz ist dann kaum mehr auszuhalten. In diesem Fall wird der Zahnarzt oder die Zahnärztin den Zahn säubern und mit einer Füllung versehen. So ist der Zahn gut geschützt und Du kannst wieder alles beißen.

Woraus besteht eine Füllung?

Die Füllung kannst Du dir wie eine Art Knete vorstellen, die der Zahnarzt oder die Zahnärztin in das gereinigte Loch in deinem Zahn stopft, damit keine Speisereste oder Bakterien hineinkommen. Bei Kindern und Jugendlichen ist sie in der Regel aus einem speziellen, zahnfarbenen Kunststoff. Der hat den Vorteil, dass er sehr leicht und schnell verarbeitet werden kann. Am Ende der Behandlung siehst Du nichtmal, wo der Zahn repariert wurde.

Wie bekommt man starke Zähne?

Achte auf Deine Ernährung!

Zucker ist der Hauptfeind Deiner Zähne. Nicht nur Bonbons, sondern auch andere zuckerhaltige Nahrungsmittel, Getränke, Obst, Brot und Müsli sind für die Zähne schädlich. Darum solltes Du nach jedem Essen Deine Zähne putzen!

Fluoride!

Fluorid härtet den Zahnschmelz. Es befindet sich in unterschiedlichen Mengen im Wasser, Speisesalz, Tee und manchen Gemüsesorten. Am wichtigsten für die Zähne ist aber das Fluorid aus den Zahnpasten. Es gibt für Kinder unterschiedlichen Alters die passende Zahnpasta.

Gut kauen!

Man sollte sich angewöhnen, sein Essen gut zu kauen. Was aber nicht erlaubt ist, mit den Zähnen Flaschen zu öffnen oder Nüsse zu knacken, denn dabei ist sehr schnell der Zahnschmelz verletzt oder sogar der Zahn abgebrochen.

Gut pflegen!

Es gibt nur ein Rezept, wie Du deine Zähne lange behalten kannst. Du musst sie oft und lange putzen, am besten 3-5 Minuten lang! Wenn Du dazu gutes Werkzeug benutzt und die richtige Putztechnik verwendest, bleiben Deine Zähne lange gesund. Nimm am besten eine elektrische Zahnbürste. Sie arbeitet sehr schnell und gründlich, hat einen kleinen Bürstenkopf und kommt somit auch gut an die schwer zugängigen Stellen. Neben der Zahnpasta ist auch die Zahnseide ein notwendiges Hilfsmittel, damit Deine Zähne von allen Seiten blitzeblank sind.

Zum Zahnarzt gehen!

Alle drei Monate solltes Du deine Zähne vom Zahnarzt anschauen lassen. Neben der Untersuchung auf Karies und Zahnfleischentzündungen wird auch die richtige Zahnpflege gezeigt und überprüft.

Schiefe Zähne

Zähne die schief stehen hindern beim Essen, Sprechen und Lachen, verursachen Schmerzen im Mund, Kopf, Hals und Rücken. Oft gehen sie auch schneller kaputt, weil sie schwieriger zu reinigen sind. Das ist ein Fall für den Kieferorthopäden. Er kann mit einer Zahnspange die Zähne wieder auf den richtigen Platz schieben und damit nicht nur deiner Gesundheit dienen, sondern auch zu einem schönem Lächeln beitragen.

Unfälle mit Zähnen

Ein Sturz oder ein Schlag kann einen Zahn kaputtmachen oder ausschlagen. Das ist Grund zur Sorge. Denn die Zähne bilden im Mund eine Einheit und das Fehlen oder Verschwinden eines Zahnes löst eine Unruhe bei all seinen Nachbarn aus. Den abgebrochenen Teil, oder den ganzen Zahn sollte man am besten im Speichel oder in H-Milch aufbewahren und schnell möglichst zum Zahnarzt eilen, damit dieser den abgebrochenen Teil befestigen bzw. den verlorenen Zahn wieder einsetzen kann.

Tierische Zähne

Die Fangzähne des Krokodils

Ein Krokodil hat oben 28 bis 32 und unten 30 bis 40 Zähne. Sie haben alle eine spitze Form. Das Krokodil fängt damit seine Beute, aber sie zerkaut sie nicht. Das Krokodil verschlingt seine Beute am Stück. Alle zwei Jahre werden die verbrauchten Zähne durch neue ersetzt.

Der Zahn des Kückens

Das Huhn ist ein Vogel und hat somit keine Zähne. Aber seine Kücken haben einen! Er entsteht am 21. Tag der Brutzeit und sitzt bei der Geburt ganz vorn an der Spitze des Schnabels. Man nennt ihn der Eizahn. Er ermöglicht dem Kücken, die Schale des Eis zu zerbrechen. Nach dem Ausschlüpfen verschwindet der Zahn wieder.

Alligatorkiefer

Der Kiefer besteht aus zwei Teilen. Der Oberkiefer ist fest mit dem Schädelknochen verbunden. Der Unterkiefer wird durch starke Muskeln bewegt. Beim Alligator sind die Muskeln am stärksten. Wenn man ihm das Maul öffen würde, bräuchte man 2000 kg Gewicht.

Elefantenzähne

Bei der Geburt hat der Elefant zwei kleine Milchstoßzähne. Sie fallen im Alter von drei Monaten ab und werden durch zwei bleibende Schneidezähne ersetzt. Diese wachsen immer weiter und können eine Länge von etwas drei Meter erreichen. Zum Zerkleinern der Pflanzennahrung benützt der Elefant sechs Backenzähne. Diese wachsen sechsmal im Laufe des Lebens nach.

Hundezähne

Zahnbelag und Zahnstein entstehen auch auf Hundezähnen und können eine Zahnfleischentzündung und Mundgeruch verursachen. Dagegen helfen besondere Nagelknochen oder Kekse, die den Belag abschaben.

Das Gebiß des Pferdes

Man sagt, dass jemand ein Gebiss wie ein Pferd hat, wenn er beim Lächeln die ganze Schneidezähne entblöst. Ein Pferd hat in der Tat große Zähne. Sie wachsen ständig und nutzen sich beim Kauen ab. Wenn ein Pferd seine Zähne wenig braucht, wachsen ihm die Zähne aus dem Mund und er kann die Kiefer kaum schließen. Dann muss der Tierarzt die Zähne abfeilen.

Das Walross

Das Walross benutzt die Schneidezähne, um sich auf dem Eis festzuhalten und sich fortzubewegen. Seine Schneidezähne wachsen ständig und können bei den Männchen bis zu 60 cm lang werden.

Der Hai

Der Hai besitzt mehrere Reihen von Zähnen, die bei Bedarf sehr schnell nachwachsen. So kann der Hai angreifen ohne Angst zu haben, dass er sich die Zähne bricht.

Die Hasenzähne

Hasen, Hamster und Mäuse haben oben und unten große Schneidezähne. Sie wachsen bis zu 2 mm in der Woche. Und so viel nutzen die fleißigen Nager ihre Zähne in dieser Zeit auch ab.