Die UmweltZahnMedizin ist eine fachübergreifend ausgerichtete Spezialisierung, das sich auf wissenschaftlicher Basis mit den individuellen Wechselbeziehungen zwischen Veränderungen der Mundhöhle und den anderen Bereichen des Körpers beschäftigt.
Im Mittelpunkt der UmweltZahnMedizin stehen somit die ganzheitlich ausgerichtete zahnärztliche Behandlungskonzepte mit dem Ziel chronische Erkrankungen zu vermeiden, verhindern oder sie erfolgreich zu therapieren.
Allergien, Diabetes, Rheuma, Magen-Darm-Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen und Parodontitis sind chronische Erkrankungen, die einen immer höheren Stellenwert auch in der Zahnmedizin einnehmen.
Die Allergierate hat sich in den lezten 20 Jahren in Deutschland verdoppelt. Die Zahl der Multiple-Sklerose-Patienten ist um das 3-fache gestiegen, die der Morbus-Crohn-Patienten um das 4-fache. Beim insulinabhängigen Diabetes mellitus rechnet man in den kommenden 10-15 Jahren mit einem Anstieg um 70%.
40% der Bevölkerung leiden an Allergien, fortlaufenden Abwehrschwäche, Tinnitus, oder anderen chronischen Erkrankungen, die durch Umweltfaktoren verursacht wurden.
Chronische Entzündungen sind so gut wie immer Folge einer gestörten Immunregeneration und Immuntoleranz. Oft liegen Belastungen durch diverse Schadstoffe vor, deren Wirkungen sich überlagern oder verstärken.
Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Patienten unter chronischen Erkrankungen leiden, gleichzeitig bringt das moderne Leben eine Vielzahl stofflicher Belastungen mit sich, unter anderem auch in Form zahnärztlicher Werkstoffe.
Da bis heute noch keine Metrialien zur Verfügung stehen, mit Ausnahme von Keramiken, die für jeden Patienten zu jedem Zeitpunkt immer biokompatibel und somit gut verträglich sind, ist das Ziel jeder umweltdiagnostischen Diagnostik und Therapie das Erkennen und Beseitigen von Belastungsfaktoren bei der gleichzeitigen Stärkung des Immunsystems.
Gerade UmweltZahnMediziner sehen den Menschen in seiner Gesamtheit. Das ist notwendig, um die wesentlichen Ursachen zu erkennen. Handelt es sich um eine Materialbelastung, um Umweltschäden, wie z.B. Innenraumschadstoffe aus dem Wohn- und Arbietsumfeld oder um eventuelle Lebensmittelbelastung?
Der erste Schritt ist, wie immer, eine umfassende Anamnese, um die Krankheitsquellen herauszufinden.
Symptome
Die Symptome können sowohl lokal als auch systemisch auftreten, bzw. einzel oder in Kombination. In Form von:
- Allergien
- Autoimmunerkrankungen
- Alzheimer
- Burn-out-Syndrom
- Chronische Müdigkeitssyndrom
- Depressionen
- Depressive Verstimmungen
- Entzündungen
- Fibromyalgie
- Gelenkschmerzen/Arthralgien
- Konzentrationsstörungen
- Kopfschmerzen
- Lähmungserscheinungen
- Migräne
- MS
- MCS
- Müdigkeit
- Muskelschmerzen
- Neuralgien
- Parästhesien
- Parkinson
- Patodontitis
- Schlafstörungen
- Zahnfleischentzündungen
Zahnärtzliche Materialien
In keinem anderen medizinischen Bereich werden so viele Fremdstoffe in den Körper eingebaut, wie im Bereich der Zahnmedizin. Diese Materialien werden von jedem von uns unterschiedlich tolieriert. Manche von uns vertragen sie sehr gut, die anderen reagieren mit unterschwelligen Systomen, die Dritten wiederum mit ganz heftigen reaktionen.
Allergien gegenüber zahnärtzliche Meterialien haben sich bei Zahnärzten und bei zahnärztlichem Personal innerhalb der vergangenen zehn Jahren verdoppelt, bei Zahn-Patienten fast verzehnfacht.
Aus diesem Grunde ist es wichtig das Risiko rechtzeitig zu erkennen und auf ein Minimum reduzieren. Der erste Schritt ist, sehr hochwertige, möglichst aus sehr wenigen Bestandteilen bestehende und generell sehr gut verträgliche Materilien zu verwenden.
Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. biol. hum. habi. Franz Xaver Reichl von der Ludwig-Maximilians-Universität in München rät dringend vor jeder anstehenden Restauration einen Verträglichkeitstest auf Zahnmaterilien durchführen zu lassen.
Nach der Testung kann dann für jeden Patienten das für ihn optimale Zahnmaterial ausgewählt werden.
Metalle
Viele Sensibilisierungsreaktionen werden durch Metalle verursacht. Lokale und systemische Entzündungen und Immundefizite können die Folge sein. Ein spezieller Augenmerk liegt hierbei auf Dentallegierungen, metallhaltigem Schmuck und Piercings, metallkaltigen Knöpfen sowie in den Körper eingebrachten chirurgischen Metallen oder der beruflichen oder privaten Umgang mit Metallen.
Kunststoffe
Die Sensibilisierungsrate auf Kusntstoffe nimmt in Deutschland zu. Man schätz, dass ca. fünf Prozent der Bevölkerung auf Methacrylate sensiebel reagiert. In der Zahnmedizin wir dieses Material für die Herstellung von herausnehmbaren Zahnersatz und in der Füllungstherapie verwendet.
Bestandteile der dentaler Kunststoffe:
- Methacrylmethacrylat
- HEMA
- TEGMA
- Bis-GMA
- Hydrochimon
- Benzolperoxid
- Dimethyl-p-Toluidin
- Kolophonium
- Campherchinon
- Polyätherätherketon
- Formaldehyd
- Metallchloride
- u.v.m.
Wurzelfüllungs-Materialien
Unverträglichkeiten auf Wurzelfüllungs-Materialien sind ebenfalls möglich. Diese können Formaldehyde, Epoxyde, Metalle und Kunstharze beinhalten und dadurch sensibilisieren.
Vorbelastungen
Vorbelastungen, z.B. chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn, Psoriasis, rheumatoide Arthritis, Immundefekte oder Allergien, können die Ursache, aber auch die Folge der Überempfindlichkeitsreaktionen sein. Von Bedeutung sind auch familiäre Belastungen.
Um wichtige Informationen für den weiteren Behandlungsverlauf zu erhalten, ist manchmal ein längerer Beobachtungszeitraum erforderlich. Das Abklingen oder Verstärken der Sympsome können entscheidene Hinweise über die Schadstoffe und deren räumlichen Verteilung liefern. Neben dem Wohn- ist auch das Arbeitsfeld und die das Verhalten im Urlaub von Wichtigkeit.
Schadstoffe aus dem Innenraum
- VOC (Volatile Organic Compounds)
- BTX (Lösemittel)
- Styrole
- Alkohole
- Formaldehyde
- Mikroorganismen (Schimmelpilze und Bakterien)
- Pestizide, Fungizide, Hozlschutzmittel (Pentachlorphenol, Polychlorierte Biphenyle, Dichlofluanid, Tolyfluanid)
- Insektizide (Alkylphosphate)
- Flammschutzmittel (Phosphorsäureester, Polybromierte Diphenyläther)
- Weichmacher (Phthalate)
- Organische Zinnverbindungen
- Epoxidharze
- Isozyanate
- Schwermetalle (Nickel, Antimon, Cadmium, Cobalt, Quecksilber)
- Tabakrauchbestandteile (Nikotin, Cadmium, Quecksilber, Formaldehyd)
Ganzheitliche Sicht
Gerade bei Patienten mit Beschwerden unklarer Herkunft werden vom Zahn-Arzt Spezialwissen und eine Sicht auf den Menschen in seiner Gesamtheit verlangt. Nur so kann ein Patient umdassend betreut und behandelt werden.
Schwermetalle bei Kindern
Stoffwechselprozesse und körpereigene Entgiftungsfunktionen sind nach der Geburt nicht direkt abgeschlossen. Gerade in dem ersten Lebensabschnitt entwickeln sich Kinder besonders schnell. Durch Umweltgift können diese Entwicklungsprozesse und Wachstumsprozesse sehr leicht gestört werden. Strukturschäden des Nervensystems, durch Blei, Quecksilber und andere Umweltschadstoffe, können sich entwickeln.
Diagnostik in der Umweltzahnmedizin
Die Schulmedizin beschränkt sich auf einen Allergietest, in Form vom Epikutantest. Leider ist dieses Testverfahren für den zahnärtzlichen Bereich nicht immer bestens geeignet.
Die Umweltzahnmedizin bietet mehr Möglichkeiten zur Überpfürung dentaler Belastungen. Wie zum Beispiel der Lymphozytentransformationstest oder der Basophilengranulationstest.
Wann ist eine umweltmedizinische Diagnostik sinnvoll?
Bei allen chronischen Erkrankungen so auch bei chronischen Zahnfleisch-Entzündungen, Zahnfleisch-Erkrankungen, Zahnbett-Erkankungen/Parodontitis, vor Wurzelbehandlungen, bei wurzelbehandeten Zähnen und grundsätzlich bei großen zahnäztlichen sanierungen und Restaurationen, z.B bei Füllungen, Kronen, Inlays, Brückenversorgungen oder auch bei Implantaten.
Therapie in der UmweltZahnMedizin
So therapieren wir in der UmweltZahnMedizin: Wir decken drei Felder ab. Nämlich:
- Wir meiden Belastungen (verwenden nur individuell gut verträgliche Materialien)
- Wir minimieren Belastungen (entfernen unverträgliche Materialien)
- Wir stärken das Immunsystem (mittels Ernährungsumstelung, Lebensumstellung, Darmsanierung, Naturheilverfahren und Orthomolekularmedizin)
Unser Sortiment
Wir verwenden nur Materialien von höchster Qualität und besitzen eine langjährige Erfahrung hinsichtlich Verträglichkeit von Materialien. Somit reduziert sich das Risiko an Unverträglichkeitsreaktionen auf Materialien in zahnärztlichem Bereich auf ein Minimum. Denn es gibt eine Vielzahl von Methoden der Materialtestung, um solche Reaktionen im Vorfeld besser vorhersehen zu können.
Unterstützende naturheilkundige Therapieformen: Mundakupunktur, Ohrakupunktur, Körper-Akupunktur, Homöopathie, Enzym-Therapie, Bioresonanz-Therapie, Pflanzenheilmittel, Magnetfeld-Therapie, Darmsanierung, Ernährungsberatung, Orthomolekular-Therapie, Ozon-Therapie, Aromatherapie und Bach-Blüten.


