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Praxis für ganzheitliche Zahnmedizin
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Dr. / Med. Univ. Budapest
Master of Arts - Integrated Dentistry
Master of Business Administration
Edith Nadj-Papp
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Schulkind

Der Zahnwechsel: Ein Milchzahn nach dem anderen verabschieden sich, die neuen Zähne kommen nach. Das geht bis etwa zum 12. Lebensjahr so weiter.

Für die weitere Gebissentwicklung ist es wichtig, weiterhin auf die Milchzähne aufzupassen, bis sie nicht von alleine herausfallen. Kaputte Milchzähne müssen repariert werden, um die bleibenden Zähne nicht anzustecken und um Zahnfehlstellungen im bleibenden Gebiss zu meiden. Auser dem haben die Zähne auch eine kommunikative und soziale Aufgabe (Sprachentwicklung und äußeres Erscheinungsbild).

Spätestens jetzt sollte der Kinder-Zahnarzt auch nach Fehlstellungen schauen. Eine "Lenkung" der Zähne in diesem Alter, kann eventuell spätere aufwendigere Behandlungen vermeiden.

Ernährung 

Hirnforscher decken die Zusammenhänge zwischen geistiger Leistungsfähigkeit und Ernährung auf. Wer dem Körper gezielt bestimmte Stoffe zuführt, kann besser denken und bekommt dadurch bessere Noten in der Schule. (Focus/Sonderheft/Schule/Ernährung/2007-2008)

Fischöl hilft bei Lernproblemen, ist das Ergebnis einer Untersuchung an der Universität Oxford. 40% der Kinder die echte Nahrungsergänzungsmittel schluckten, machten deutliche Fortschritte im Lesen und Schreiben.

Kohlenhydrate liefern die Energie. Um sich ausdauern konzentrieren und gut lernen zu können, sind komplexe Kohlenhydrate aus Getreide (Vollkornprodukte), Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse nötig. Sie bauen sich nur langsam ab und liefern anhaltende Energie. Einfache Zucker, wie aus Marmelade, Nusscreme oder Sorfdrinks haben den Nebeneffekt, dass sie vom Körper schnell aufgenommen werden und müde machen.

Wasser ist das Lebenselixier. Nur wer genug trinkt, macht Körper und Geist fit. Mehr als zwei Liter Flüssigkeit sollten Kinder pro Tag zu sich nehmen. Am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee. Vorsicht ist geboten bei Obstsäften und Schorle, wegen dem Zucker- und Säuregehalt.

Zuckerfreie-, zuckerreduzierte Lebensmittel boomen. Dich wo "gesund" draufsteht, ist nicht immer "gesund" drin.

  • Zuckeraustauschstoffe haben etwa 40% weniger Kalorien als Zucker. Sind sind auch zahnfreundlich. Xylit und Isomalt hemmen die Demineralisierung des Zahnschmelzes. Aus diesem Grunde empfehlen Zahnärzte gern das Kauen spezeiller Kaugummis nach dem Essen. Zu viel davon wirkt abführend. Die Reizschwelle liegt bei Kindern bei 30 Gramm, bei Erwachsenen bei 50 Gramm. Das entspricht ca. einer großen Packung Mentos-Kaubonbons oder einem Päckchen Fischerman´s Friend.
  • Süßstoffe sind nahezu kalorienfrei und wirken nicht abführend. Die bekanntesten heißen Aspargam, Saccarin, Cyclamat und Acesulfam. Sie haben eine 3000-mal höhere Süßkraft als Zucker, aber weniger Masse. Lange gilt als Gerücht, Süßstoff würde Krebs erzeugen. Solche Vermutungen sind inzwischen widerlegt. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat trotzdem mit der EU die tägliche Maximaldosis bestgelegt. Diese liegt bei 40 mg pro 1 kg Körpergewicht. Das bedeutet, bei einem 45 kg schweres Schulkind, 1800 mg Aspargam.
  • Welche negativen Auswirkungen haben Süßstoffe? Kinder gewöhnen sich an extreme Süße und nehmen den natürlichen Geschmack von Obst nicht mehr richtig war.
  • Zuckerfrei=Zahnfreundlich? Nein! "Ohne Zuckerzusatz" bedeutet nur, dass nicht künstlich Zuckerzagesetzt ist. Der netürliche Zuckergehalt vieler Lebensmittel, wie z.B. Milch, Obst ist davon nicht betroffen. So steckt in einem Glas Traubensaft oder Apfelsaft mehr Zucker als in einem Glas Cola. Das gleiche gilt auch für Aufschrift "ohne Kristallzuckerzusatz". Dafür kann reichlich Trauben- oder Fruchtzucker drin stecken. Den Kariesbakterien ist es vollig egal, ob der Zucker im Kindermund aus der Dose oder aus der Apfelsinde kommt.
  • Schokolade. Am körper- und zahnfreudigsten sind die Schokoladen mit einem hohen Kakaoanteil (ab 70% bis 99%). Sie gleten sogar als gesund, da sie sehr wenig Fett und Zucker beihnalten.

 Pflege

Bei richtiger Pflege können Zähne bis ins hohe Alter halten. Die Grundregel lautet: zweimal täglich drei Minuten, gründlich die Zähne und das Zahnfleisch nach der KAI-Mathode (Kaufläche, Aussenfläche, Innenfläch) bürsten.

Am besten mit einer elektrischen Zahnbrüste. Sie ist bedeutend effektiver als eine Handzahnbürste. Zusätzlich sollten bereits in diesem Alter die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden. 

Als Zahnpasta sind fluoridierte Zahnpasten zu empfehlen. Sobald die ersten bleibenden Zähne durchgebrochen sind, sollte die Kidnerzahnpasta gegen eine mit höherem Fluoridgehalt (1000-1500 ppm) ausgetauscht werden. Am besten sind Zahnpasten mit einer sehr feinen Körnung, z.B. für empfindliche Zahnhälse.

Träger von herausnehmbaren oder festen Spangen haben eine deutlich erhöhtes Kariesrisiko. Spangen besitzen kleine Nischen und unebene Oberflächen, welche die Bildung von Zahnbelag begünstigen. Gründliches Zähneputzen ist daher noch wichtiger.

Bei Kindern im Grundschulalter müssen die Eltern abends nachreinigen.

Der Besuch beim Kinderzahnarzt

Mindestens zweimal im Jahr sollten die Zähne vom Kinder-Zahnarzt konrolliert werden. Im Zeitpunkt des Zahnwechsels sogar alle drei Monate. Dabei werden die Zähne auf Karies und Fehlstellungen und das Zahnfleisch auf Entzündungen untersucht.

Im Rahmen eines Prophylaxeprogramms werden die Zähne versiegelt und mit einem Fluoridlack behandelt.  Zusätzlich ist es wichtig, die Zähne professionell zu reinigen (professionelle Zahnreinigung). Dabei werden Beläge an den Zahnoberflächen, in den Zwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen entfernt.

Versiegelung

Zerklüftete Kauflächen der Backenzähne sind besonders schwierig zu reinigen. Zusätzlich bieten Sie Milliarden von Bakterien Möglichkeiten sich zu verstecken. Dies erhöht das Kariesrisiko.

Die Fissurenversiegelung bedeutet einen guten Schutz. Dabei werden die Zahnvertiefungen mit einem Spezial-Kunststoff gefüllt.

Diese Behandlungsform ist insbesondere für Kinder mit einem erhöhten Kariesrisiko zu empfehlen. Es erfordert eine individuelle Betrachtung.

Fluoride

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren.

Die beste Wirkung haben sie durch eine lokale Verabreichung in Form von fluorhaltigen Zahnpasta oder Gels. Eine zusätzliche Gabe an Fluoriden wir nach dem neuten Wissenstand nicht empfohlen.

Aus naturheilkundiger Sicht sollte die Abgabe von Fluoriden nur in ganz begründeten Fällen, z.B. in Form von homöopathischen Mitteln erfolgen. Eine idividuelle Abstimmung mit einem ganzheitlich orientiertem Zahnarzt ist nbedingt zu empfehlen.