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Edith Nadj-Papp
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Mundgeruch

Halitosis

Zum guten Aussehen gehört auch der frische Atem. Mundgeruch ist unangenehm, macht unsicher und kann ohne weiteres ins soziale Abseits fördern. 

Unter Mundgeruch leidet mehr als ein viertel der Weltbevölerung. Für die streng fauchlige Ausdünstungen aus dem Mund und der Nase sind bakterielle Beläge verantwortlich. Im Mund entstehen sie durch Karies, Parodontitis, schlechtem Zahnersatz, Zahnfehlstellungen und klebrigen Speißen.

Nur bei 10% der Fälle sind Magen-Darmerkrankungen, hormonelle Störungen, Allgemeinerkrankungen, Diäten und Fastenkuren schuld an diesem sehr unangenehmen Symptom.

Bei Mundgeruch haben sich meist anaerobe Bakterien (Bakterien, die ohne Sauerstoff leben) angesiedelt und übermäßig vermehrt. Sie leben in den Zahnfleischtaschen, Zahnzwischenräumen, Nieschen zwischen kaputten Kronen und undichten Füllungen.

Diese Bakterien ernähren sich hauptsächlich aus Eiweiß (Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier etc.). Je mehr Eiweiß für sie zur Verfügung steht und je schlechter die Zahn- und Mundpflege ist, umso schneller können sie sich vermehren.

D.h. Mundgeruch kann als Zeichen einer gestörten Mundflora gesehen werden, die z.B. durch falsche Ernährung, unzureichender Mundhygiene und geschwächtem Immunsystem entsteht. Somit kann Mundgeruch ein sehr wichtiger Hinweis auf ein gestörtes System und eventuelle komplexe Erkrankungen sein.

60% der Bakterien in der Mundhöle befinden sich auf der Zungenoberfläche. Bei der Bekämpfung des Mundgeruches gehören sowohl die gründliche Reinigung der Zahnoberflächen, Zwischenräume als auch die Reinigung der Zungenoberfläche mit dazu.

Therapie von Mundgeruch

Mundspüllösungen, Kaugummis und Bonbons helfen nur forrübergehend. Zuerst muss eine Grundreinigung und die Beseitigung von lokalen Ursachen in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden. Eine Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin sorgt dafür, dass die tägliche Zahnreinigung erleichtert wird. Die Aufgabe des Zahnarztes liegt in dem Austausch der kaputten Kronen und Füllungen bzw. in der Behandlung von kariösen Zähnen. Erst danach können die tägliche optimierte Reinigung Zuhause, Ernährungsumstellung und desinfizierende Mundspüllösungen zum langfristigen Erfolg beitragen.

Natürliche Tipps gegen Mundgeruch

  • Ernährungsumstellung
    • Natürliche basische Ernährung -  essen Sie viel Gemüse, Salate, Sprossen, Nüsse und Samen Keine Milch, wenig Getreide, Zucker, Kuchen, Fleisch und Fisch
    • Trinken Sie viel Wasser und Kräutertees - Keine Softdrinks, wenig Kaffee und Alkohol
    • Würzen Sie mit Kristalsalz und naturbelassenen Ölen
    • Schmecken Sie mit Kräutern und biologischen Gewürzen ab - Petersilie, Eukalyptus, Fenchel, Kamille, Minze, Myrrhe, Gewürznelke, Rosmarin, Tymian, Salbei, Teebaum, Zimt, Ginseng
    • Auchten Sie auf einen optimalen Vitaminen- und Mineraltoffhaushalt (Vitamit A, B, C, D, Zink und Calzium) - wenn nötig, gleichen Sie den Mangel aus
  • Optimieren Sie die Mundpflege
    • Putzen Sie Ihre Zähne nach jedem Essen - am Besten mit einer elekrischen Zahnbürste
    • Putzen Sie 5 Minuten jeden Morgen und jeden Abend - das fördert die Durchblutung
    • Benützen Sie Zahnpasta die gegen Parodontitis schützt - spucken Sie die Zahnpasta nur aus, spülen Sie nicht mit Wasser nach - so können die Pfelgestoffe länger einwirken
    • Für Zwischendurch, wenn Sie unterwegs sind und nicht putzen können, nehmen Sie zuckerfreie Zahnpflegekaugummis
    • Reinigen Sie auch die Zahnzwischenräume und die Zunge sehr gründlich
    • Benutzen Sie Xylit oder ätherische Öle als Mundspüllösung
  • Ölziehen verbessert das Milieu und fördert die Durchblutung
  • Probiotika sorgt für die optimale Bakerienbalance
  • Gehen Sie zu regelmäige Kontrollen in die Zahnarztpraxis
  • Lassen Sie sich regelmäßig die Zähne professionell Reinigen und mit Ozon desinfizieren